Weitere Informationen zum Heim "Haus am Bach"

Das „Haus am Bach“ bietet chronisch alkoholkranken Menschen mit zusätzlichen psychiatrischen Krankheiten, die bisher hauptsächlich in psychiatrischen Krankenhäusern gelebt haben oder in anderen Einrichtungen für Suchtkranke immer wieder gescheitert sind, ein beschütztes und suchtmittelfreies Zuhause mit der Möglichkeit, sowohl auf Dauer, als auch vorübergehend bis zur Stabilisierung, dort zu leben. Das Zusammenleben der Bewohner ist ähnlich wie in einer großen Familie organisiert.

 

Qualifizierte Mitarbeiter/Innen aus den Bereichen Hauswirtschaft, Krankenpflege, Handwerk, Erziehung, Sozialarbeit/Pädagogik/Psychologie sind mit der Betreuung der Bewohner befaßt und stehen als Ansprechpartner, gegebenenfalls auch in Einzelgesprächen, zur Verfügung.

 

Das Betreuungsangebot sieht für die Bewohner morgens die Möglichkeit vor, in den Arbeitsbereichen Küche, Hauswirtschaft, Werkstatt und Garten unter Anleitung der jeweiligen Mitarbeiter mitzuarbeiten. Die Mitarbeit in den Aufgabenbereichen geschieht nach Neigung und Eignung und wird mit einer Arbeitsprämie belohnt.

An den Nachmittagen werden Freizeitprojekte, Bastel- und Hobbyangebote und Stadtfahrten nach Bad Münstereifel angeboten. Auch ist Gelegenheit zu Wanderungen, Fahrradtouren, Schwimmen und Kegeln.

 

Das Zusammenleben regelt eine für alle verbindliche Hausordnung. Alle Bewohner des Hauses verzichten freiwillig auf Alkohol und die Einnahme von nicht verordneten, bewußtseinsverändernden Medikamenten. Bei Rückfällen, die trotz größter Anstrengung der Bewohner nicht immer zu vermeiden sind, erfolgt eine Entgiftung in einem psychiatrischen Krankenhaus. Danach kehrt der Bewohner in der Regel in die Einrichtung zurück.

Zweimal in der Woche findet eine Hausversammlung mit allen Bewohnern und Mitarbeitern statt, um über die anstehenden Probleme und die Planung der therapeutischen Angebote miteinander reden zu können.

 

Unsere Bewohner kommen in der Regel durch Vermittlung und auf Empfehlung von Landeskliniken, Fachkrankenhäusern, Gesundheitsämtern und Betreuern in das „Haus am Bach“. Vor einer Aufnahme benötigen wir schriftliche Vorinformationen, vereinbaren dann einen Vorstellungstermin im Haus zum gegenseitigen Kennenlernen. Nach Möglichkeit wird der zukünftige Bewohner vor der Aufnahme von einem Mitarbeiter in seinem derzeitigen Lebensraum besucht.

 

Seit Januar 2014 besteht in 4 neu errichteten behindertengerechten Einzelzimmern auch die Möglichkeit gehbehinderte Menschen auf zu nehmen.

 

Leider kann es zu Wartezeiten bis zur Aufnahme kommen, da die Bettenzahl sehr gering ist und kaum Bewohner das Haus verlassen. Nach den bisherigen Erfahrungen lohnt es sich jedoch, eine Wartezeit in Kauf zu nehmen, um ein geeignetes neues Zuhause zu finden.

 

Eine Aufnahme im „Haus am Bach“ erfolgt ausschließlich freiwillig. Bei der Aufnahme im „Haus am Bach“ können selbstverständlich auch eigene Möbel und Radio/Fernsehgeräte für die Einrichtung des Zimmers verwendet werden.

 

Die Übernahme der Kosten für die Betreuung im „Haus am Bach“ muß beim überörtlichen Träger der Sozialhilfe, in der Regel also beim Landschaftsverband Rheinland, beantragt werden. Dazu ist ein Sozialhilfegrundantrag, ein Hilfeplan und eine ärztliche Stellungnahme erforderlich.

 

Die Bewohner im „Haus am Bach werden von einem Hausarzt und einem Facharzt für Psychiatrie/Neurologie medizinisch betreut, die ins Haus kommen und dort Sprechstunden abhalten. Natürlich besteht auch die Möglichkeit andere ortsansässige Ärzte zu wählen.