Antrag auf Übernahme der Kosten & Hinweise zum Antrag

Antrag auf Übernahme der Kosten

Die Kosten für die Heimunterbringung trägt in der Regel der Landschaftsverband Rheinland als überörtlicher Träger der Sozialhilfe nach § 39 BSHG (Behindertenhilfe) im Rahmen eines Pflegesatzes. Eigenes Vermögen wird vom Sozialhilfeträger zur Finanzierung der Unterbringung bis auf einen Schonbetrag herangezogen.

Die Übernahme der Kosten für die Betreuung ist in der Regel beim Landschaftsverband Rheinland, Kennedyufer 2, 50663 Köln schriftlich, unter Vorlage eines Sozialhilfegrundantrages, eines Sozialberichts, eines Arztberichts und eines Hilfeplanes zu beantragen.

Hinweise zum Antrag

Der Sozialbericht sollte die wichtigsten Daten, sozialen und beruflichen Werdegang, familiäre Verhältnisse, Art und Entwicklung der Erkrankung, Art der Behinderung und Daten früherer stationärer Behandlungen enthalten. Die Behinderung, die die Betreuung in einem sozialtherapeutischen Heim notwendig macht, sollte herausgestellt werden.

 

Die vorzulegende fachärztliche Stellungnahme sollte die Diagnosen enthalten. In der Regel gehört neben der Diagnose chronische Suchterkrankung auch der Hinweis auf die Form der hirnorganischen Wesensänderung oder des hirnorganischen Psychosyndroms und eine mögliche weitere psychische Erkrankung (z.B. Psychose, Persönlichkeitsstörung, neurotische Erkrankung oder psychische Behinderung) in die fachärztliche Stellungnahme. In der Stellungnahme sollte ausdrücklich darauf hingewiesen werden, daß eine medizinische Rehabilitation ausgeschlossen ist und die dauernde Unterbringung ärztlicherseits als notwendig erachtet wird. Wichtig ist der Hinweis, daß das Leben außerhalb einer Einrichtung das Zustandsbild ihres Klienten verschlechtern würde. Bei der Erstellung eines Hilfeplanes können gegebenenfalls Mitarbeiter der AGIS e.V. behilflich sein.